Pour en finir avec l’énigme Naundorf

Wer war eigentlich Karl Wilhelm Naundorf ?

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            Vor vielen Jahren hatte ich schon angefangen über diesen Naundorf Nachforschungen zu machen. Im Jahre 1986 ist nähmlich ein Buch über Naundorf erschienen, von Xavier Roche geschrieben. Dieser Roche hat sich sofort einen Adelstitel angeeignet, so wie Graf Koks von der Gasanstallt. Das passte sehr schön zu Naundorf der absolut König von Frankreich sein wollte.

            Viele Leute haben in Frankreich über Naundorf geschrieben. Ein kleiner Teil hat gesagt  er wäre ein Betrüger. Diese Leute hatten Recht. Man kann dabei nennen : Paul Eric Blanrue, Pierre Veuillot du 19ème siècle et Edmond Duplan. Aber es fehlte ihnen Einsicht in deutsche Dokumente die man nicht leicht haben konnte. Eine andere Gruppe war fest davon überzeugt dass Naundorf wirklich der Sohn von Ludwig XVI und von Marie-Antoinette war. Aber wie konnten diese Menschen das beweisen ? Ganz einfach : durch ständige Lügen und fasche Dokumente. Es genügte so etwas ständig zu wiederholen und am Ende wurden die Lügen eine Wahrheit. Diese Gruppe existiert heute noch.  ( https://www.louis17.com/  )

            Die meisten französischen Forscher hatten nur französische Dokumente zur Verfügung und haben viel von der konstanten Lügerei der Familie Naundorf und den Naundorfanhängern geglaubt. Ich gebe Ihnen ein Beispiel : eine Zeitschrift die « La Légitimité » genannt wird sollte genaue historische Angelegenheiten die mit Naundorf und seiner Familie zu tun haben, als historische Beweise veröffentlichen. Diese Zeitschrift ist auf Angabe der ältesten Tochter « Amalie » gegründet worden mit Hilfe  von einem katholischen Priesters, sehr schlecht angesehen von seiner Hierarchie denn er war  ein Illuminierter der sich auch Osmond nannte. Diese Zeitschrift ist sehr lange in Toulouse veröffentlich worden. Alles was darin steht stammt nur von den Erfindungen der Familie Naundorf.

            Im Jahre 1886 kam ein Berliner in Paris an der sich Otto Friedrichs nannte und ein regelrechter Anbeter von Naundorf und seiner Familie war. Er hat lange in Paris und später auch im Sommer in der Bretagne gelebt und machte eine ungeheure Propaganda für einen Sohn Naundorf  um dazuzukommen ihn als König von Frankreich erwählen zu lassen. Im ersten Weltkrieg ist dieser Otto Friedrichs nach Berlin zurück gegangen und hat den ganzen Krieg in seinem Büro verbracht : und wo war dieses Büro : bei der Geheimpolizei von Preussen in Berlin ! Und nach dem ersten Weltkrieg ist er ruhig nach Paris zurück gegangen und hat in der Bretagne gelebt wo er 1943 gestorben ist. Niemals ist er von der deutschen Besatzung gestört worden.

            In 1909 oder 1910 ist Naundorf in Berlin angekommen. Er kam vielleicht aus Sachsen aber man kann es nicht genau beweisen. Aber jeder Berliner, sogar die Polizei, hat bemerkt dass er mit einem fürchterlichen sächsischem Accent gesprochen hat den er sich bis an sein Lebensende nicht abgewöhnt hat. Er hatte keine Personaldokumente, noch nicht mal einen Reisepass oder eine Geburtsurkunde.  Er durfte sich als Ausländer in Berlin als Arbeiter bei einem Uhrmacher niederlassen. Zwei Jahre später durfte er nach Spandau ziehen, konnte einen kleinen Uhrmacherladen eröffnen und bekam nach einiger Zeit das Bürgerrecht wie alle Leute die einen ehrlichen Beruf ausübten.

            In Spandau hat sich der alte Bürgermeister Kattfuss sehr um Naundorf gekümmert. Er hat ihm Geld gegeben und hat ihm auch einen Lehrer besorgt für Französischstunden, deutsche Grammatikstunden, richtig Schreiben lernen usw. Naundorf war sehr faul und nicht begabt. Diese Hilfe hat nicht viel genutz. Im Jahre 1818, immer noch in Spandau, hat sich Naundorf verheiratet mit der Tochter von einem Arbeiter. Diese Heirat und das folgende Fest fand in der Wohnung von Naundorf statt. So etwas war eigentlich nur üblich für besonders vornehme Familien. Die Schwiegermutter von Naundorf war mit dieser Heirat gar nicht einverstanden. Der neue Bürgermeister und der evangelische Pfarrer haben sie bei Seite genommen und haben ihr erklärt dass der Schwiegersohn ein « von Naundorf » war der alles Gut infolge des Krieges mit den Franzosen verloren hätte und darum seinen Adelstitel nicht mehr trug.

            Aus diesen obrigen Angaben kann man genau ersehen dass Naundorf seit seiner Ankunft in Berlin unter einem gewissen Schutz von einer Organisation standt. Es handelte sich sehr wahrscheinlich um eine geheime Gesellschaft die anfing ihm eine gewisse Ausbildung zu geben damit er sich eines Tages als der Sohn von Ludwig dem 16. ausgeben könnte. Dass war natürlich sehr schwer denn dieser Naundorf hatte jahrelang mit den jüdischen Gaunern zusammengelebt von denen Thiele in seinem Buch von 1842  spricht. Diese Gauner die man auch « Rothwelsch » nennt denn das ist ihre geheime Sprache, zogen durch alle Länder wo Deutsch gesprochen wurde und Naundorf hat sogar viel in der Schweitz gelebt, und sein bester Freund war Frédéric Lechot aus Genf. Naundorf hat mindestens 10 Jahre mit den Rothwelsch gelebt aber vielleicht sogar noch länger denn er sprach fliessend Rothwelsch und kannte alle Kniffe zum Stehlen, zum Betrügen, um aus einem Gefängniss zu fliehen, und so weiter.

            Am Anfang der zwanziger Jahre ist er nach Brandenburg gezogen um dort ein Uhrmacher geschäft aufzumachen. Er hatte inzwischen mehrere Kinder und das Geld fehlte immer. Auch in Brandenburg gab es Leute die zu den Rothwelsch gehörten, besonders um gestohlene Ware zu verstecken. Mit diesen Leuten hat er verkehrt und hat bald angefangen falsche Taler herzustellen. Es hat nicht lange gedauert bis die Polizei darauf aufmerksam geworden ist, Naundorf ist von einem Rothwelsch angezeigt worden, danach kam ein Prozess und Naundorf wurde zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.

            Der Direktor vom Zuchthaus in Brandenburg war der Baron  von Seckendorff. Er war ein ehemaliger Major und stammte aus Altenburg in Sachsen. Naundorf hat sich im Zuchthaus meistens gut benommen und Baron von Seckendorff hat defür gesorgt dass er 6 Monate frûher entlassen wurde. Naundorf musste mit seiner Familie nach Crossen in Schlesien ziehen. In der Nähe von Crossen hatte der Baron von Seckendorff einen grossen Besitz und hatte wohl die Absicht Naundorf noch etwas im Auge zu behalten. Herr von Seckendorf wusste wahrscheinlich woher Naundorf stammte.

            Die Stadt Altenburg hatte eine Garnison und auch eine Garnisonkirche. Am 12. April 1780 wurde Christian Heinrich HOPF in der Garnisonkirche von Altenburg getauft. Seine Mutter, Suzanne-Elisabeth HOPF, hat angegeben dass der Vater Wolf-Georges Heinrich von Naundorf wäre. Da Altenburg also eine Garnison war und das Kind in der Garnisonkirche getauft worden ist, kann man annehmen  dass die Mutter Marketenderin war und der Vater Offizier von der Garnison. Eine Quelle sagt sogar der Vater wäre ein Hussard von den Würtembergern gewesen. Das ist zwar nicht genau bewiesen aber möglich könnte es schon sein. Die Marketenderinnen bei einer Armee verkauften Essen und Trinken, konnten Wäsche waschen und kümmerten sich auch um die Verletzten. Die Toten wurden geplündert denn man brauchte dauernd Geld, manche waren mit Soldaten verheiratet, Frauen und Kinder folgten der Armee und die jüngeren Frauen verdienten auch Geld als Nutten.

           In den vierziger Jahren hat Naundorf in England gelebt und war dafür bekannt dass er mit Hilfe eines sehr alten Buches das niemand lesen konnte (wahrscheinlich auf  gothisch geschrieben) manchmal Hilsfmittel für kranke Leute selbst herstellte. Er sammelte dafür Kräuter und alle möglichen Sachen wie Holzkohle, Heilerde und noch mehr. Er machte auch Gesundbeten denn er hatte in England eine neue Religion erfunden. Kräuter und Heilerde wurden auch von den Marketenderinnen benutzt.

            Wir hätten also mit den Angaben von Suzanne-Elisabeth HOPF bei der Taufe ein logisches  Verständnis warum Naundorf sich sein ganzes Leben lang Naundorf genannt hat. Erst in Crossen hat er wirklich angefangen zu behaupten er wäre mit der königlichen Familie von Frankreich verwandt, und noch später hat er dann behauptet er wäre de Sohn von Ludwig dem 16. und von der Königin Marie-Antoinette. Diese Erfindungen, von seinen Anhängern sehr unterstützt, sind natürlich ein Zeichen für Geistesverwirrung. Der Kronprinz, später Friedrich-Wilhelm der vierte, hat ja mehrmals zu der Fürstin von Angoulême gesagt dass Naundorf verrückt wäre.

            Aber aus welchen Gründen nahm er den Vornahmen « Karl Wilhelm » an ? Ich habe oben schon gesagt dass er eine Gruppe Menschen hinter sich hatte die ihm Hilfe und auch eine Art Erziehung gaben. Er war bei dieser geheimen Gesellschaft nähmlich nicht der Erste der die Rolle des verschwundenen französischen Kronprinzen spielen sollte. Der Erste war ein gewisser Carl Werk der aus Halle stammte und 1775 geboren war. Sein Vater verkaufte Bier et manchmal auch Viehzeug, er hatte Brüder und Schwestern. Er ist Soldat geworden hatte aber bald désertiert. Da hatte er keine Personalpapiere mehr und nannte sich einfach Carl Naundorf denn in Halle gab es mehrere ganz einfache Familien mit diesem Namen. Und man muss bedenken dass es in Halle auch die geheime Gesellschaft der Illuminierten gab. Dieser Werk-Naundorf hat sich in Berlin niedergelassen als Tucharbeiter mit einer Soldatennutte. Werk hatte schwarze Haare und schwarze Augen, wollte auch niemals etwas Französisch lernen und war im ganzen ein wiederlicher Kerl. Man muss annehmen dass der neue Naundorf der ganz gut aussah einen besseren Eindruck gemacht hat. Werk ist nach ein paar Jahren aus Berlin verschwunden und man weiss nicht was aus ihm geworden ist. Was nun « Wilhelm » angeht hängt vielleicht mit der geheimen Gesellschaft zusammen.

            Die preussische königliche Familie wusste wohl ganz genau was mit Naundorf los war.

           Gleich nach dem Ende der französischen Revolution wusste ganz Europa dass der französische Kronprinz nicht gestorben sondern verschwunden war. In Berlin, der berühmte Medaillenstecher Friedrich Loos hat das auf seinen Medaillen sehr gut ausgedrückt. Ubrigens stammt Loos auch aus Altenburg, wie Naundorf.

            Der vorletzte Nachkomme von Naundorf hat eine längere Zeit in einer Stadt in der Mitte von Frankreich gelebt. Er ist im Jahre 2008 gestorben und war dafür berühmt dass er sich gern mit « Hoheit » anreden liess. Seine Anhänger waren so davon überzeugt dass er wirklich von Ludwig dem 17. abstammte dass sie seinen Fall einem berühmten Professor für genetische Untersuchungen  unterlegten. Die biologischen Proben wurden dem Sohn der inzwischen verstorbenen « Hoheit » entnommen. Alle Naundorfisten waren fest überzeugt dass Naundorf und seine Nachkommen von Ludwig dem 17. abstammten und machten sich schon fertig dass Scloss von Versailles zu reklamieren.

            Das Ergebnis dieser Nachforschung war sehr interessant : Herr Professor Gérard Lucotte hat gefunden dass der letzte Naundorf der jetzt in den vierziger Jahren ist, von den älteren Bourbonen abstammt die ihrerseits von dem jüngsten Sohn, dem Grafen von Clermont, des heiligen Ludwigs abstammen. Der Heilige Ludwig hat die Heilige Kapelle in Paris errichten lassen die alle Touristen kennen.

            Diese genetischen Merkmale stammen aus dem 14. Jahrhundert und der Herr Professor hat dabei festgestellt dass die Besitzer solcher Merkmale typische Franken wie « Chlodwig » von der Ostsee stammen und bei der Völkerwanderung weiter gekommen sind über Thuringen bis an den römischen limes am Rhein. Dies ist die genaue Herkunft der französischen königlichen  Familie die mit Clovis anfängt.

            Wie aber die genetischen Merkmale der älteren Bourbonen in die sehr alte adlige Familie von Naundorf gekommen sind ist leider nicht leicht herauszubekommen denn ganz Europa war ja jahrhundertlang in ständige Kriege verwickelt. Ich weiss aber, nachdem ich Nachforschungen am Ende des 14. Jahrhunderts gemacht habe, dass die Geschichte der Familie von Naundorf etwas mit den deutschen Tempelrittern in Marienburg zu tun hat die nämlich oft zu Hilfe riefen. Im Jahre 1391 hat Ludwig der II. von Bourbon (der Onkel von dem König Karl dem VI.) mit seinen Rittern eine « Reise » unternommen um den Tempelrittern zu helfen. Er kam mit seiner kleinen Armee durch Thuringen und Sachsen auf dem Weg zur Ostsee und wurde ständig von den Besitzern der Festungen aufgenommen die alle von den Tempelrittern abhingen. Die alte Familie von Naundorf stammt aus Sachsen und ein Tempelritter, der dritte von drei Brüdern Naundorf,  beherschte sogar eine Zeitlang die Festung von Altenburg.

            Niemand kann sich das Geschrei der Naundorfisten vorstellen als ich vor ungefähr zwei Jahren meine erste Nachforschung auf Französisch veröffentlich habe. Wenn jemand über eine historische Nachforschung entteuscht ist sollte er sich lieber um etwas anderes kümmern.

                                                                             Renée Lescaroux

P.S. Ich bitte einen eventuellen deutschen Leser sich nach Altenburg in Sachsen zu begeben um zu sehen ob es möglich wäre eine Abbildung (Photo oder Photocopie) von dem Geburtsschein von Christian Heinrich HOPF zu bekommen – der Pfarrer hat die Taufe in ein Buch mit der Hand geschrieben und zwar auf Gothisch – Datum : 12. April 1780 – Adresse : Stadtkirchenamt Altenburg

Friedrich-Ebertstrasse 2 – 04600 Altenburg    

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